![]() |
Erhard Scherpf I Fotografie etc. I Freie Arbeiten I Ausstellungen + Projekte I Vita I Impressum I I Tote Tiere I Körperbilder I Bewegungsstudien I Dromovisionen I I Exposé I Tote Tiere 1 I Tote Tiere 2 I Tote Tiere 3 I Tote Tiere 4 I Tote Tiere 5 I Tote Tiere 6 I |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Tote Tiere 6 Frosch und Kröte Die aktuelle Serie von Bildern von Frosch- und Krötenmumien versucht, dem unausweichlichen Ende des Lebens, dem Tod, so nahe wie möglich zu kommen. Die Aufnahmen der auf natürlichem Weg mumifizierten Tierkörper vermeiden alles beschönigende wie wir es von den üblichen Tierpräparaten kennen. Sie verleugnen nicht den Tod und die Zeichen des Verfalls und der Vergänglichkeit. Gäbe es nach dem Tod keine Verwesung, wäre dem natürlichen Kreislauf des Lebens die Basis entzogen. Und es gäbe auch keinen Traum vom ewigen Leben und keine kulturelle Adaption dieser besonderen Form der natürlichen Körpererhaltung - Mumifizierung genannt. Die meisten der fotografierten Froschmumien sind Funde aus dem trockenen kühlen Keller des Baerlaghofs in Issum. Zu vermuten ist, dass sich die Tiere dorthin zum Überwintern verkrochen, dann aber verhungerten. Ihre Erhaltung im mumifizierten Zustand ist ein Zufallsprodukt, da die Tiere in einem Milieu verendeten, das die Mumifizierung begünstigte und die Kadaver dort ungestört und entsprechend lange verweilen konnten. Bedingt durch die kalte Jahreszeit war auch die Zersetzung durch Fliegen- maden weitestgehend ausgeschlossen. Die trockene kalte Luft sorgte für einen ziemlich schnellen Wasserentzug. Das Gewebs- und Körperwasser verdunstete und die Zersetzung organischer Strukturen durch körpereigene Enzyme (Autolyse oder auch Selbstandauung genannt) wurde verlangsamt. |
Dieser Exhibitionismus des radikal "Wahren" verbreitet Unbehagen und die Erhard Scherpf, 2025/26 Weiterreichende Texte dazu finden Sie unter "Exposé" und "Tote Tiere 4" oben im Menu |
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||